Evangelisch-Freikirchliche
  Gemeinde Falkensee
  (Baptisten)



    Im Bund Evangelisch-Freikirchlicher
    Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.


 

   

Am 13. Januar wurde unser neuer Pastor Christoph Legiehn in sein Amt als Gemeindepastor eingeführt. Jetzt sind wir wieder “vollzählig“…. Wir grüßten ihn und seine Familie. Es war ein Festsonntag! Aber, erst ‘mal von vorn.

Nachdem unser ehemaliger Pastor nach circa 13 Jahren die Ortsgemeinde wechselte und umzog, fing für uns das Suchen nach einem neuen Pastor an. Unterstützung fanden wir beim Berufungsrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, zu denen wir gehören. Wir reihten uns quasi ein in die zahlreichen Kirchen und Gemeinden, welche bereits ebenso auf der Suche nach einem neuen Pastor waren. Unser Glaube wurde herausgefordert. In unzähligen Gebeten Zuhause und in unseren Gebetsstunden nannten wir Gott unser Anliegen.

Es war mehr als ein Geschenk, es war Gnade, dass schon nach kurzer Zeit der Berufungsrat signalisierte, er habe möglicherweise einen interessanten Pastor für Falkensee. Kontakte wurden geknüpft, Gespräche und erste Treffen arrangiert, Gemeindemitglieder informiert – bis dann der “neue Mann“ der Gemeinde vorgestellt wurde. Gleich ein ganzes Wochenende nutzten wir hierzu, sodass viele die Möglichkeiten wahrnahmen, einen Eindruck von „dem Neuen“ und seiner Ehefrau zu erhalten – und zwar gegenseitig. Hierbei ging es nicht nur um Sympathien, sondern vielmehr um die theologische Ausrichtung, die persönliche Beziehung zu Jesus Christus und zu seinem Wort – die Bibel. Um es kurz zu schreiben: Unser HERR hat die Wege so gestaltet, dass wir als EFG Falkensee den „neuen Mann“, Pastor Christoph Legiehn zu uns nach Falkensee berufen konnten. Nach diesem gemeinsamen Wochenende war das Votum für eine Berufung überzeugend!

Zur Einführung wurden zahlreiche Personen aus den umliegenden Gemeinden, Kirchen und Landesverbänden eingeladen. Die Liste war lang. Auch der Bürgermeister der Stadt Falkensee, Heiko Müller, sowie Pastor Augustin Iuga und seine Ehefrau Flori aus Giarmata in Rumänien, wo wir ein sozial-diakonisches Projekt mit unterstützen, nahmen sich Zeit, bei der festlichen Einführung Grußworte auszurichten. Die Zeitungen verkündeten den Start schon einen Tag vorher auf großen Lettern, mit einem Foto von unserem neuen Pastor an seinem neuen Arbeitsplatz.

Zahlreiche Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde bereiteten sich vor, um die ganze Familie Legiehn zu begrüßen, waren aktiv an der Feier beteiligt und trugen zu einem harmonischen und abwechslungsreichen “Willkommen“ bei. Pastor Christoph Legiehn, seine Ehefrau Stephanie und die drei Kinder Noah, Jannik und Annika sollten bei uns “ankommen“. Zwar wohnen sie bereits seit November 2018 in Schönwalde und Pastor Christoph Legiehn hielt auch schon an Heiligabend und Weihnachten die Gottesdienste, aber jetzt sind sie erst so richtig da. WILLKOMMEN LEGIEHNS !

In seiner Festansprache predigte Pastor i.R. Friedbert Neese, welcher 2016 Christoph Legiehn in unserem Bund ordinierte, über den Bibelvers aus dem Josuabuch 1,5: »Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht«. Er wies darauf hin, dass wir, Gemeinde wie neuer Pastor, nicht alles auf „0“, nicht alles „auf Anfang“ setzen können. Das funktioniert nicht, weil es sich ja nicht um einen Neubeginn handelt. Jeder von uns bringt seine Geschichte, seine Prägung mit. Es ist eine neue Etappe für beide Seiten. In den nächsten Monaten werden Beide feststellen, dass die Dinge, welche man für selbstverständlich hielt, bei der jeweils anderen Seite nicht selbstverständlich sind. Ergo erfordert es viel Gespräch und Gemeinschaft. Und sowohl die Gemeinde als auch der neue Pastor werden sich verändern – im besten Fall sich gegenseitig annähern. Wir befinden uns in einer Übergangssituation. Und genau hier fand sich der Bibelvers wieder. Josua war auch in einer Übergangssituation. Er war zwar vorher schon Mitarbeiter (von Mose), doch nun musste er “Neuland“ betreten, musste Verantwortung für das Volk Israel übernehmen. Das Volk selbst befand sich in einer Konfliktsituation. Gott selbst beauftragte Josua, sein Volk zu führen, zu leiten. Hier sprach der HERR zu Josua: »Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht«. Ein Mut machendes Wort für einen so großen Heeresführer. „Sei mutig, sei entschlossen, weiche nicht nach links und rechts ab. Dann wirst du auf deinem Weg Glück und Erfolg haben.“ legte Friedbert Neese den Bibelvers aus. „Wo steht diese Gemeinde in Falkensee, wo steht der neue Pastor? An welche Ordnungen Gottes müssen sich beide orientieren?“ Friedbert Neese machte uns Mut, gemeinsam mit Gottes Hilfe den Weg, die nächste Etappe miteinander zu gehen, sich gegenseitig zu unterstützen, aufeinander zu achten, Gott Gehorsam zu sein. Er warnte uns zugleich, nicht nach unserem Sachverstand zu urteilen, sondern Vertrauen auf Gott zu haben und seine Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Gott war gnädig, seiner suchenden Gemeinde in Falkensee einen neuen Hirten zu schenken. Es liegt mehr an uns, die neue Familie Legiehn willkommen zu heißen und sie in unsere Gemeinde mit hineinzunehmen – und anhaltend für sie -für jeden Einzelnen- zu beten. Nehmen wir die Aufgabe ernst!

T. Schöniger